Düngung mit Kompost

Vor dem Pflanzen sollte man den Boden gut auflockern und aufhacken. Zur Bodenverbesserung und Düngung gibt man dann 3 l Kompost pro qm auf die Gemüse- und Staudenbeete. Auch der Rasen kann auf diese Art gedüngt werden. Diese Menge versorgt den Boden mit allen notwendigen Nährstoffen wie P, K, Mg, darüber hinaus wird das Bodenleben verbessert und angeregt. Weitere Düngemaßnahmen sind dann auf humusreichen Böden in der Regel nicht mehr erforderlich. Bei Obstgehölzen verteilt man Anfang März jeweils 3 - 5 l Kompost/qm Baumscheibe. Steht kein Kompost zur Verfügung, können auch Volldünger mit möglichst geringen Phosphorgehalten eingesetzt werden z. B. 30-50 g/Baum Blaukorn Entec (14% N, 7% P2O5, 17% K20, 3% MgO) oder 50-100 g/Baum Hornoska (8% N, 4% P2O5, 10% K2O) etc.
Bedenken Sie: Viele Gartenböden sind mit Nährstoffen - besonders Phosphor und Kalium - überversorgt. Überhöhte Düngegaben können den Anteil wertgebender Inhaltsstoffe reduzieren und belasten die Umwelt. So werden z. B. bei zu hohen Phosphorwerten die Nährstoffe Calcium, Eisen und Mangan im Boden festgelegt. Dies ist in vielen Bodenuntersuchungen bewiesen worden. Besonders deutlich wird dies bei dem Nährstoff Phosphor. Der Bedarf unserer Kulturpflanzen ist recht gering, Phosphor wird im Boden gut festgehalten und unterliegt deshalb nicht der Auswaschung. Die Anteile an Phosphor in Volldüngern sind meist viel zu hoch, so dass sich bei einem jahrelangen Gebrauch sehr hohe Werte im Boden anhäufen (In 69 Proben der LUFA Speyer lagen die Werte bei durchschnittlich 135 mg/100 g Boden. Die Richtwerte liegen - wie auch bei Magnesium und Kalium - je nach Bodenart bei 20-25 mg/100 g Boden. Das bedeutet also bei Phosphor bis zu 10 -fach überhöhte Werte im Boden!

TIPP: Wenn Sie sicher gehen wollen, wie die Nährstoffversorgung ihres Gartenbodens oder ihres Kompostes ist, lassen Sie ihn bei einem Bodenlabor untersuchen!

=> Bodenuntersuchungen


Nährstoffüberversorgung in Gartenböden RLP/Hessen
(Durchschnitt aus 69 Proben 2004, Angaben in mg/100 g Boden), Quelle: LUFA Speyer


Nährstoffversorgung in bayerischen Gartenböden
(Durchschnitt aus 28 Proben März 2005, Angaben in mg/100 g Boden), Quelle: Bayerische Gartenakademie
pH-Wert: 7,1, Humusgehalte: 5 % (Durchschnitt)
Wer mit Kompost düngt, bringt alle für die Pflanze lebenswichtigen Nährstoffe aus. Je nach Zusammensatzung kann die Zusammensetzung jedoch stark schwanken. Als nachteilig ist der ebenfalls hohe Phosphatgehalt zu nennen. Von Vorteil ist der höhere Anteil an Magnesium sowie der hohe Kalkanteil. Letzterer sorgt dafür, dass die Böden nicht versauern. Darüber hinaus sorgt regelmäßiger Komposteinsatz für eine Verbesserung des Bodenlebens und der Bodenstruktur.
Garteneigener Kompost ist also ein ausgewogener, langsam fließender und reichhaltiger Dünger (siehe Tabelle). Mit einer Gabe von 3 l Kompost/qm bringt man ähnliche Nährstoffmengen aus wie bei einer Gabe von 100 g/qm mit einem Volldünger (z. B. Nitrophodks spezial o. ä.) bzw. einem organischem Dünger (z. B. Hornoska o. ä.). Beachten Sie aber: Mineraldünger niemals in einer Gabe ausbringen wegen Auswaschungsgefahr!
Kompost sollte nicht unbegrenzt ausgebracht werden. Aus vielen Versuchen hat sich eine einmalige Gabe von 3 l Kompost pro qm als sinnvoll herausgestellt. Damit kann man den Nährstoffbedarf fast aller Kulturen im Garten abdecken. Selbst die sogenannten starkzehrenden Gemüsearten wie Blumenkohl, Rosenkohl oder Tomaten kommen auf den humushaltigen Gartenböden damit wunderbar aus. Lediglich auf sehr leichten, armen Sandböden benötigen diese noch etwas zusätzlichen Stickstoff.

Durchschnittliche Zufuhr an Gesamt-Nährstoffen mit einer Kompostgabe von 3l/m² im Vergleich zur Nährstoffzufuhr mit einer Düngergabe von 100 g/m² (Alle Angaben in g)
Nährstoffe
Kompost (3 l/qm)
Nitrophoska spezial
(100 g/qm)
Hornoska
(100 g/qm)
Minimum
Mittel
Maximum
Stickstoff
6
16
45
12
8
Phosphor
2
11
26
12
4
Kali
2
12
36
17
10
Magnesium
3
22
39
2
2
Calcium
8
116
406
-
-
Quelle: fh Weihenstephan

Bedenken Sie auch die natürliche Nachlieferungsfähigkeit der Gartenböden. Je nach Bodenart, Humusgehalt und Mineralisationsrate können im Laufe eines Jahres beträchtliche Mengen an Nitrat-Stickstoff mineralisiert werden, der dann von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Viele Gartenböden, in denen langjährig Kompost eingesetzt wurde, können durchaus Humusgehalte von bis zu 5 % haben. Durch eine intensive Bodenbearbeitung (z. B. Hacken) und Bewässerung kann die Mineralisationsrate auch deutlich über 2,5 % liegen.


Humusgehalt (%)
organisch gebundener Stickstoff (kg/ha)
frei werdender Stickstoff (kg/ha) bei einer Mineralisationsrate von
1 %
1,5 %
2 %
2,5 %
1,5
3915
39
59
78
98
2,0
5220
52
78
104
130
2,5
6525
65
98
130
163
3,0
7830
78
117
156
196
Quelle: O. Walg, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Vor dem Pflanzen sollte man den Boden gut auflockern und aufhacken. Zur Bodenverbesserung und Düngung gibt man dann 3 l Kompost pro qm auf die Gemüse- und Staudenbeete. Auch der Rasen kann auf diese Art gedüngt werden. Diese Menge versorgt den Boden mit allen notwendigen Nährstoffen wie P, K, Mg, darüber hinaus wird das Bodenleben verbessert und angeregt. Weitere Düngemaßnahmen sind dann auf humusreichen Böden in der Regel nicht mehr erforderlich. Bei Obstgehölzen verteilt man Anfang März jeweils 3 - 5 l Kompost/qm Baumscheibe. Steht kein Kompost zur Verfügung, können auch Volldünger mit möglichst geringen Phosphorgehalten eingesetzt werden z. B. 30-50 g/Baum Blaukorn Entec (14% N, 7% P2O5, 17% K20, 3% MgO) oder 50-100 g/Baum Hornoska (8% N, 4% P2O5, 10% K2O) etc.
Bedenken Sie: Viele Gartenböden sind mit Nährstoffen - besonders Phosphor und Kalium - überversorgt. Überhöhte Düngegaben können den Anteil wertgebender Inhaltsstoffe reduzieren und belasten die Umwelt. So werden z. B. bei zu hohen Phosphorwerten die Nährstoffe Calcium, Eisen und Mangan im Boden festgelegt. Dies ist in vielen Bodenuntersuchungen bewiesen worden. Besonders deutlich wird dies bei dem Nährstoff Phosphor. Der Bedarf unserer Kulturpflanzen ist recht gering, Phosphor wird im Boden gut festgehalten und unterliegt deshalb nicht der Auswaschung. Die Anteile an Phosphor in Volldüngern sind meist viel zu hoch, so dass sich bei einem jahrelangen Gebrauch sehr hohe Werte im Boden anhäufen (In 69 Proben der LUFA Speyer lagen die Werte bei durchschnittlich 135 mg/100 g Boden. Die Richtwerte liegen - wie auch bei Magnesium und Kalium - je nach Bodenart bei 20-25 mg/100 g Boden. Das bedeutet also bei Phosphor bis zu 10 -fach überhöhte Werte im Boden!

TIPP: Wenn Sie sicher gehen wollen, wie die Nährstoffversorgung ihres Gartenbodens oder ihres Kompostes ist, lassen Sie ihn bei einem Bodenlabor untersuchen!

=> Bodenuntersuchungen


Nährstoffüberversorgung in Gartenböden RLP/Hessen
(Durchschnitt aus 69 Proben 2004, Angaben in mg/100 g Boden), Quelle: LUFA Speyer


Nährstoffversorgung in bayerischen Gartenböden
(Durchschnitt aus 28 Proben März 2005, Angaben in mg/100 g Boden), Quelle: Bayerische Gartenakademie
pH-Wert: 7,1, Humusgehalte: 5 % (Durchschnitt)
Wer mit Kompost düngt, bringt alle für die Pflanze lebenswichtigen Nährstoffe aus. Je nach Zusammensatzung kann die Zusammensetzung jedoch stark schwanken. Als nachteilig ist der ebenfalls hohe Phosphatgehalt zu nennen. Von Vorteil ist der höhere Anteil an Magnesium sowie der hohe Kalkanteil. Letzterer sorgt dafür, dass die Böden nicht versauern. Darüber hinaus sorgt regelmäßiger Komposteinsatz für eine Verbesserung des Bodenlebens und der Bodenstruktur.
Garteneigener Kompost ist also ein ausgewogener, langsam fließender und reichhaltiger Dünger (siehe Tabelle). Mit einer Gabe von 3 l Kompost/qm bringt man ähnliche Nährstoffmengen aus wie bei einer Gabe von 100 g/qm mit einem Volldünger (z. B. Nitrophodks spezial o. ä.) bzw. einem organischem Dünger (z. B. Hornoska o. ä.). Beachten Sie aber: Mineraldünger niemals in einer Gabe ausbringen wegen Auswaschungsgefahr!
Kompost sollte nicht unbegrenzt ausgebracht werden. Aus vielen Versuchen hat sich eine einmalige Gabe von 3 l Kompost pro qm als sinnvoll herausgestellt. Damit kann man den Nährstoffbedarf fast aller Kulturen im Garten abdecken. Selbst die sogenannten starkzehrenden Gemüsearten wie Blumenkohl, Rosenkohl oder Tomaten kommen auf den humushaltigen Gartenböden damit wunderbar aus. Lediglich auf sehr leichten, armen Sandböden benötigen diese noch etwas zusätzlichen Stickstoff.

Durchschnittliche Zufuhr an Gesamt-Nährstoffen mit einer Kompostgabe von 3l/m² im Vergleich zur Nährstoffzufuhr mit einer Düngergabe von 100 g/m² (Alle Angaben in g)
Nährstoffe
Kompost (3 l/qm)
Nitrophoska spezial
(100 g/qm)
Hornoska
(100 g/qm)
Minimum
Mittel
Maximum
Stickstoff
6
16
45
12
8
Phosphor
2
11
26
12
4
Kali
2
12
36
17
10
Magnesium
3
22
39
2
2
Calcium
8
116
406
-
-
Quelle: fh Weihenstephan

Bedenken Sie auch die natürliche Nachlieferungsfähigkeit der Gartenböden. Je nach Bodenart, Humusgehalt und Mineralisationsrate können im Laufe eines Jahres beträchtliche Mengen an Nitrat-Stickstoff mineralisiert werden, der dann von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Viele Gartenböden, in denen langjährig Kompost eingesetzt wurde, können durchaus Humusgehalte von bis zu 5 % haben. Durch eine intensive Bodenbearbeitung (z. B. Hacken) und Bewässerung kann die Mineralisationsrate auch deutlich über 2,5 % liegen.


Humusgehalt (%)
organisch gebundener Stickstoff (kg/ha)
frei werdender Stickstoff (kg/ha) bei einer Mineralisationsrate von
1 %
1,5 %
2 %
2,5 %
1,5
3915
39
59
78
98
2,0
5220
52
78
104
130
2,5
6525
65
98
130
163
3,0
7830
78
117
156
196
Quelle: O. Walg, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück


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