Raupen, Käfer und Co. im und am Haus

Jeder freut sich über Schmetterlinge im Garten, Marienkäfer gelten als niedliche Glücksbringer- zumindest wenn sie aus Schokolade sind- und biologischen Pflanzenschutz finden die meisten gut. Doch wehe, ein Räupchen verirrt sich in die Wohnung, der asiatische Marienkäfer sucht im Herbst an der Hauswand oder im Rollladenkasten ein Winterquartier und Nützlinge verkriechen sich im Herbst in Schuppen oder Speichern. Dann ist es vorbei mit der Toleranz, Ängste kommen hoch, schnell wird nach der chemischen Keule gerufen und dies auch noch mit der Begründung, dass kleine Kinder oder Haustiere zum Haushalt gehören! Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und eindeutig überreagiert! Wo es wirklich stört, kann man den Tierchen mit Besen und Kehrblech zu Leibe rücken und sie nach draußen befördern. Das ist eine einfache, nützlings-, umwelt- und gesundheitsschonende Methode, die zudem effektiv und preiswert ist. Alternativ kann man auch den Staubsauger einsetzen. Auch kann man Öffnungen, durch die die Insekten eindringen können (Rolladenkasten, Fenster) mit feinmaschiges Fliegengitter versperren.
Auch wenn die erste Reaktion auf die Raupe „igittigit“ ist, lohnt es sich doch, genauer hin zu sehen, um dann ein schönes Tier zu entdecken. Und welcher Schmetterling wird dann daraus? Auf der Seite www.schmetterling-raupe.de findet man unter Raupenbestimmung die in den jeweiligen Monaten am häufigsten auftretenden Raupen.
Hier ist auch im August eine Beschreibung der Raupe des weißgrauen Flechtenbärchens zu finden. Diese Raupen treten vor allem im Sommer, jetzt immer häufiger zu beobachten, auf Dächern und Hauswänden auf und finden von dort aus ihren Weg vor allem in Dachwohnungen. Sie ernähren sich von Flechten- und Algenbewuchs. An und für sich harmlos, kann man sie wie oben beschrieben aus der Wohnung schaffen.


eva.morgenstern@dlr.rlp.de     www.Gartenakademie.rlp.de drucken nach oben  zurück