Gewürzkräuter im Winter

Auch wenn man durch Vliesabdeckung die Ernte von einigen Kräutern wie z.B. Petersilie bis in die Wintermonate hinein ausdehnen kann, muss man sich inzwischen nach anderen "Bezugsquellen" für frische Kräuter umsehen. So sind Zimmerkräutergärten im Winter eine willkommene Möglichkeit , um sich mit frischen Kräutern zu versorgen. Helle Fensterfronten und Wintergärten sind ideal dafür, warme Wohnräume sind weniger geeignet. Schnell wachsende Kräuterarten wie Kresse, Senf, Rucola, Dill, Kerbel und Portulak können in Folgesätzen ausgesät werden.

Über Winter lässt sich auch Schnittlauch sehr gut auf der Fensterbank antreiben. Dazu kann man den Schnittlauch im Garten abstechen und eintopfen. Damit er aber das Signal “Frühjahr” erhält, muss er erst durchfrieren. Hatte er draußen noch nicht genug Frost, so stellt man den Topf (in einem großen Beutel verpackt) am besten über Nacht ins Gefriergerät. Anschließend an einem warmen Ort aufgestellt fängt er an zu treiben und man kann nach Bedarf ernten.

Wer seine Zwiebeln in einem warmen Keller lagern muss, stellt sicher jetzt fest, dass einige bereits zu treiben beginnen. Topft man diese ein und stellt sie ans Fenster, hat man schnell frische Zwiebelschloten, mit denen Salat oder Quark gewürzt werden können.


Kresse lässt sich gut auf
feuchtem saugfähigen
Papier (z.B. Küchenrolle) aussäen.
Getopfter Schnittlauch treibt
schnell aus

Foto: J. Schlaghecken

Foto: J. Ziegler

=> Verwendung in der Küche


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