Die Monstera oder Großes Fensterblatt- Ein harmloses Zimmermonster

Name:
Monstera =Lateinisch für Missgestalt
deliciosa = lateinisch für köstlich

Wuchsform und Blüte:
Diese köstliche Monsterpflanze ist eigentlich ein Kletterstrauch aus der Gattung der Aronstabgewächse mit langen, verholzenden Trieben und Jeder menge Luftwurzeln, der aus den tropischen Gegenden von Mexiko stammt. Ältere Pflanzen können einen großen Blütenschaft bilden, der dann eine Aronstabblüte enthält und von einer cremefarben Außenhülle (Spatha) umgeben ist. Der Kolben riecht angenehm und lässt sich später, wenn er reif ist, verzehren. In südlichen Ländern, wie Madeira werden sie auf dem Markt feilgeboten und hochpreisig als Ananasart verkauft. Die Blätter und Triebe sollte man allerdings nicht essen, da sie giftig sind.
Die großen Blätter wachsen am Anfang noch herzförmig und ganzrandig. Später sind sie dann durchlöchert und sehen dann sehr dekorativ aus. Die ganze Pflanze wächst relativ schnell und bildet eine imponierende Zimmerpflanze, die man auch als Sichtschutz oder Raumteiler in Büros verwenden kann. Die Sorte ´Borsigiana´ bleibt dagegen kleiner.
Foto: Thal

Standort: In Fensternähe sollte man sie stellen. Dort bekommt sie ihre ausreichenden Luxmengen. Allerdings liebt sie keine pralle Sonne. Auch im Winter braucht sie Helligkeit. Sie kommt aber auch mit weniger Sonneneinstrahlung zurecht.

Pflege:
Die Monstera kommt mit den normalen Zimmertemperaturen gut aus, die bei ganzjährig 20 Grad Celsius liegen sollten. Die Temperatur sollte nicht dauerhaft unter 16 Grad sinken. Die Erde sollte leicht feucht gehalten werden. Staunässe liebt sie nicht. Ballentrockenheit ist zu vermeiden. Beim Überwintern in Heizungsnähe sollte man sie regelmäßig mit Wasser besprühen. Das Fensterblatt wird von April bis September alle 2 bis 3 Wochen und von Oktober bis März alle 4 bis 5 Wochen mit einem Volldünger 2 bis 3 Gramm pro Liter Wasser versorgt. Zur Pflege gehört auch, dass man mit den langen Trieben fertig werden muss, die rasch länger und länger werden. Sie bindet man an Moosstäbe, die im Substrat verankert werden. Macht man das nicht hat man eine kriechende Pflanze, die sehr unscheinbar aussieht. Wenn sie zu monsterartig groß wachsen, kann man sie problemlos zurückschneiden. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen liegt im Frühjahr. Die Wurzeln sollten die Erde durchdrungen haben. Die gebildeten Luftwurzeln werden nicht beschädigt oder angeschnitten. Die Erdmischung sollte lehmig- humos sein. Die Blätter wischt man gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab, um den Staub zu entfernen.
Wenn sich braune Blattspitzen bilden, ist das ein Zeichen für Lufttrockenheit. Schildläuse findet man gelegentlich in den Blattansätzen. Sie betupft man mit Alkohol und steckt Lizetan Stäbchen in das Substrat.


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