Auflaufprobleme bei Bohnen

Üblicherweise sät man ab Mitte Mai die Busch-, Stangen- oder Feuerbohnen aus. Bleiben die Temperaturen jedoch niedrig , gibt es dann regelmäßig Probleme : Die Bohnen keimen schlecht, wachsen langsam und werden von Schnecken oder anderen Schädlingen abgefressen. Die Hauptursache dafür sind tiefe Temperaturen. Bohnen - mit Ausnahme der Dicken Bohnen - sind äußerst wärmebedürftige Pflanzen. Die optimale Temperatur für ihre Entwicklung liegt bei 25°C! Bei Temperaturen von 12°C beträgt die Keimdauer 30 Tage, während die Keimung bei 20°C bereits nach 11 Tagen erfolgt! Es ist also nicht verwunderlich, dass bei kühlen Wetterverhältnissen manche frühe Bohnensaat verfault oder die sich nur langsam entwickelnden Keimlinge das Opfer von Schädlingen werden. Bei kühlem Wetter im Mai empfiehlt es sich, die Stangenbohnen in Töpfen an einem warmen Ort (am Fenster, im Gewächshaus, Frühbeet o. unter Folie) anzuziehen und dann die kräftigen Jungpflanzen nach der Schafskälte, also etwa ab Mitte Juni, auszupflanzen. Sie werden sich dann zügig weiterentwickeln.


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