Raupen im Garten

Verschiedene Tag- und Nachtschmetterlingsarten legen im Garten ihre Eier ab, aus denen kleine
Raupen schlüpfen, die sich bis zur Verpuppung von bestimmten Wirtspflanzen ernähren. Dieses Jahr
ist ein starkes Auftreten besonders bei Spannerraupen und Gespinstmotten zu beobachten. Hier
einige der häufigsten Schadverursacher:



Raupe WirtspflanzeBekämpfung
Spannerraupen, z.B.
"kleiner Frostspanner": spannerartigen Bewegung der Raupen ("Katzenbuckel"). Lochfraß an Knospen, Blättern, Blüten sowie Früchten.
Ziergehölze, Waldbäume, Obstbäume (außer Pfirsich), BeerenobstVorbeugend: ab Oktober Leimringe!
Zur Bekämpfung siehe zugelassene Pflanzenschutzmittel
Gespinstmotten, z.B: Traubenkirschen-, Pflaumen-, Apfelgespinnstmotte
Völliger Kahlfraß bis Mitte Juni, silbrig glänzendes Gespinst an den befallenen Gehölzen, Pflanzen im Extremfall völlig eingesponnen.
verschiede Hecken- u.
Wildgehölze wie z.B. Weißdorn, Schlehen, Vogelbeeren, Weiden, Pappeln
Obstgehölzen wie z.B. Zwetschgen, Pflaumen, Kirschen
zyklisch massenhaftes Auftreten. Regulierung in den Folgejahren durch natürliche Feinde wie Raubwanzen, Schlupfwespen usw. Daher Nützlingsschonung und -förderung! Bekämpfung nicht unbedingt notwendig! Die betroffenen Gehölze erholen sich wieder (Johannistrieb). Es bleibt jedoch ein optischer Schaden. Ab Anfang Mai ablesen der Raupen, bei größerem Befall Pflanzen mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen.
Zur Bekämpfung siehe zugelassene Pflanzenschutzmittel
Kl. u. gr. Kohlweißling
Gemüse- u. Kohleule
Kohlmotte /Kohlschabe
Kohlzünsler
Kreuzblütler z.B. Kohlartenvorbeugend: gefährdete Kohlpflanzen mit Kulturschutznetzen abgedeckt werden.
Zur Bekämpfung siehe zugelassene Pflanzenschutzmittel
Lauchmotte:
minierender Fraß im Lauch
Lauchvorbeugend: Kulturschutznetze, zulassungsbedingt steht kein Pflanzenschutzmittel zur Verfügung!



Einige dieser Räupchen sind auf Wildkräuter wie z. B. die Brennnessel, spezialisiert, so auch das Tag-
pfauenauge oder der Admiral. Gerade im naturnahen Garten trifft man daher diese Schmetterlinge
häufig an und der Raupenfraß wird an diesen "Unkräutern" auch nicht als störend empfunden. Dagegen
haben andere Falter Obst- oder Gemüsearten als Wirtspflanzen und können dort oft erhebliche Schäden
anrichten. Auch Zierpflanzen können durch die Fraßtätigkeit von Raupen, aber auch durch Gespinste
einen Teil ihres Zierwertes einbüßen. Meist wird der Befall erst spät, wenn bereits die Fraßschäden
entstanden sind, bemerkt. Eine Bekämpfung ist dann, soweit überhaupt Präparate zur Verfügung
stehen, meist schon zwecklos.


eva.morgenstern@dlr.rlp.de     www.Gartenakademie.rlp.de drucken nach oben  zurück